Rubrik: Übersicht
vom 21.10.2012 - 19:14
Köln (SID) - Der Spitzenreiter gestürzt, erste Niederlage für Alba und der Meister zurück in der Erfolgsspur: Am 5. Spieltag der Basketball Bundesliga ging es turbulent zu. Zunächst wieder in ruhigerem Fahrwasser befinden sich die Brose Baskets Bamberg. Nach drei Niederlagen in Folge - zweimal in der Champions League und in der Liga in Quakenbrück - feierte die Mannschaft von Trainer Chris Fleming einen problemlosen 85:73 (45:32)-Erfolg gegen Aufsteiger Mitteldeutscher BC. Der Double-Gewinner der vergangenen drei Jahre hält mit 6:2 Punkten Kontakt zur Spitze.
Dort tummelt sich mit jeweils 8:2 Zählern ein Trio. Ganz oben thronen nun die EWE Baskets Oldenburg nach einem 72:64 (31:32) bei den Baskets Würzburg. Oldenburg nutzte den ersten Ausrutscher der Überraschungsmannschaft BBC Bayreuth, die bei den Phantoms Braunschweig mit 69:100 (37:51) unterging. In der einseitigen Begegnung erzielte Casey Mitchell (23) für die Phantoms die meisten Punkte, Gary McGhee (13) war bei den zuvor viermal siegreichen Bayreuthern am erfolgreichsten.
Das Spitzenspiel entschied der deutsche Vizemeister ratiopharm Ulm dank einer furiosen Aufholjagd für sich. Die Schwaben drehten im letzten Viertel auf und siegten beim zuvor noch ungeschlagenen früheren Serienmeister Alba Berlin mit 88:80 (36:47). Ulm liegt hinter Oldenburg auf Platz zwei, gefolgt von Bayreuth. "Alba hat eine unglaubliche Frühform und das Team ist hervorragend zusammengestellt. Davor ziehe ich den Hut, bin aber umso glücklicher und stolzer über den Sieg", sagte Ulms Trainer Thorsten Leibenath.
Die Berliner, denen zwei Tage nach dem Champions-League-Erfolg gegen den französischen Champion Elan Chalon merklich die Luft ausging, fielen in der Tabelle mit 4:2 Punkten zurück, haben aber erst drei Saisonspiele bestritten. "Respekt an Ulm, das am Ende einen guten Job gemacht und auf unsere Fehler gewartet hat. Wir haben im letzten Viertel viele falsche Entscheidungen getroffen und den Ball zu oft verloren", klagte Alba-Coach Sasa Obradovic.
Alba startete phänomenal und erspielte sich im ersten Viertel eine 15-Punkte-Führung. Anschließend kamen die Ulmer besser ins Spiel, konnten den Rückstand jedoch zunächst nur leicht verringern. Im letzten Viertel spielten sie die Berliner dann förmlich an die Wand und siegten letztlich verdient. Für Alba war Nationalspieler Heiko Schaffartzik (17) am treffsichersten, Ulm hatte in Philipp Schwerthelm (18) seinen besten Werfer. Der Nationalspieler versenkte unter anderem drei wichtige Dreier.
Vor allem dank einer 19:0-Serie zum Beginn des dritten Viertels kam Bayern München zum ersten Heimsieg der Saison. Das Team von Yannis Christopoulos besiegte die Neckar Riesen Ludwigsburg mit 81:69 (40:39) und schob sich mit 6:4 Punkten zumindest vorübergehend auf den fünften Rang. Bester Werfer bei den Bayern war Brandon Thomas (16 Punkte), für Ludwigsburg traf John Turek (25) am häufigsten. "Wir haben für diesen Sieg gekämpft und alles gegeben. Es ist uns gelungen, den Gegner zu kontrollieren", erklärte Christopoulos.
Weiter in der Spitzengruppe bleibt der TBB Trier (6:2). Die neuformierte Mannschaft von Trainer Henrik Rödl gewann bei Phoenix Hagen 82:78 (41:40). Zudem feierten die Walter Tigers Tübingen ihren ersten Saisonsieg und übergaben dank des 88:80 (47:36)-Erfolges die Rote Laterne an die unterlegenen Giessen 46ers.
Das Duell der Koch-Brüder entschied Stefan gegen Michael für sich. Trainer Stefan Koch gewann bei den Telekom Baskets Bonn mit Bruder Michael als Verantwortlichem auf der Bank 78:67 (43:34).




