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BASKET

Blamage in Milwaukee

Experten-Blog von Sascha Schiffer: Immer wenn man in dieser Saison denkt, es würde mit den Knicks wieder aufwärts gehen, belehren sie uns eines Besseren. Schwupps geht’s wieder abwärts. Das beste Beispiel: Die Partie in Milwaukee. Nach zuvor vier Siegen in Folge verlor New York dort das zweite Spiel in Folge. War die Niederlage gegen die Heat (91:106) am Samstag durchaus zu der Kategorie „kann passieren“ zuzuordnen, muss die 98:101-Pleite bei den Bucks definitiv als Blamage bezeichnet werden. Wieder mal patzten Carmelo Anthony und Co. gegen einen miesen Gegner. Besser gesagt: Gegen das schlechteste Team der NBA! Die Bucks, die zuvor nur acht ihrer 47 Spiele gewonnen haben! Der Grund: Selbst gegen die mieseste Truppe der Liga ist eine Two-man-Show einfach zu wenig…

Bucks mit Lebenszeichen

Brandon Knight traf die Knicks mit seinem "Game-Winning-Three" mitten ins Herz.

Brandon Knight traf die Knicks mit seinem „Game-Winning-Three“ mitten ins Herz.

Im Bradley Center in Wisconsin konnten sich die Bucks knapp mit 101:98 gegen die Knickerbocker durchsetzen. Nach einem spannenden, überraschend ausgeglichenen Spiel wurde Brandon Knight mit seinem Dreier 1,4 Sekunden vor Ende der Partie zum Match-Winner und brachte Sieg Nummer neun unter Dach und Fach. Noch bitterer für die Knicks: Dieser Erfolg war für die Bucks erst der zweite (in 17. Spiel) im Jahr 2014!
Knight legte, neben dem entscheidenden Dreier, allgemein eine gute Performance aufs Parkett und erzielte 25 Punkte (vier von acht Dreier) sowie sieben Assists. Neben ihm konnten auch Khris Middleton (19 Punkte), Rookie Gianis Antetokounmpo (15), Ersan Ilyasova (13) und Zaza Pachulia (12) überzeugen. Für den 19-jährigen Antetokounmpo war es ein ganz besonderes Spiel, denn er konnte das erste Mal vor den Augen seiner Familie spielen, die aus Griechenland angereist war, um ihren Sohnemann spielen zu sehen.

Die Rollercoasterfahrt geht weiter
Bei den Knicks war es hingegen wieder mal eine Zwei-Mann-Show. Carmelo Anthony und J.R. Smith scorten zusammen 66 Punkte, der Rest des Teams lieferte nur magere 32 Zähler. Anthony (36 Punkte) schaffte es zwar, die Knicks mit seinen fünf Dreiern immer wieder in Schlagdistanz zu bringen, jedoch hatte er mit Smith (30 Zähler, sechs von elf Dreier) nur einen starken Helfer an seiner Seite, was an an diesem Tag selbst gegen die Bucks nicht ausreichte.

Carmelo Anthony lieferte mit 36 Punkten (13 von 25 FG) ein starkes Spiel, war aber zu oft auf sich allein gestellt.

Carmelo Anthony lieferte mit 36 Punkten (13 von 25 FG) ein starkes Spiel, war aber zu oft auf sich allein gestellt.

Das Spiel war symptomatisch für die bisherige Performance der New Yorker in 2013/14. Für die Knicks waren die ersten 48 Partien (19:29-Siege) eine einzige Achterbahnfahrt, die auch im Jahr 2014 gnadenlos weiter geht. Im Januar hatten die Knicks erst eine Serie von fünf Siegen, verloren im Anschluss aber fünf Begegnungen in Folge (u.a. gegen die Bobcats und Sixers!). Danach haben sie wieder vier Spiele gewonnen und jetzt wie erwähnt es wieder zweite Niederlagen in Serie kassiert. Unkonstanter geht es nicht!

Das einzig Positive: Auch wenn sie weit hinter ihren eigenen Erwartungen und Ansprüchen herhinken, die Knicks befinden sich als momentan als Zehnter im Osten noch dick im Playoffrennen. Traurig aber wahr: Das Ende der Achterbahnfahrt scheint noch lange nicht in Sicht zu sein.

Übrigens: Eine ausführliche Analyse der Bruchlandung der Knicks und der vertrackten Situation, in der Melo und Co- stecken, lesen möchte, kann das in der aktuellen BASKET 02/14.

Sascha Schiffer

Was stimmt nicht bei den Knicks? BASKET nennt Gründe und Auswege!

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