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BASKET

Heat fast durch, Lillard schlägt Parker

Eine 49-Punkte-Gala von LeBron James bringt die Heat mit 3:1 in Führung und lässt die Miami-Fans vom Conference-Finale träumen. Damian Lillard und seine Trail Blazers zeigen, dass sie noch nicht aufgegeben haben.

EASTERN CONFERENCE:

#1 Miami Heat vs. #6 Brooklyn Nets (Serie: 3:1)
Game 4: 102:96

In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel war es am Ende wiedermal der „King‟, der den Unterschied machte und die Heat-Fans vom Conference-Finale träumen lässt. Mit einer phänomenalen 49-Punkte-Gala (bei 66,6 % Trefferquote aus dem Feld!) führte er seine Mannschaft zum 102:96-Triumph in Brooklyn. Dazu konnte der 29-Jährige noch sechs Rebounds und drei Steals verbuchen. Auch Dwyane Wade (15 Punkte, vier Rebounds, zwei Blocks) und Ray Allen von der Bank (elf Zähler, sieben Boards) leisteten ihren Beitrag zum dritten Heat-Sieg in dieser Serie. Bei den Nets wollten vor allem die Dreier, die sie in Spiel Drei noch zum Sieg katapultiert hatten, nicht fallen: Lediglich fünf ihrer 22 „Treys‟  (22,7 %) fanden das Ziel. Bester Scorer auf Brooklyn-Seite war Joe Johnson (18 Zähler). Das gestrige Match zeigte mal wieder, wie sehr ein Ausnahmekönner á la LeBron James Spiele entscheiden kann. Die Frage ist, ob Jason Kidds Team dazu imstande ist nocheinmal zurückzukommen oder ob das Ganze zu einer langweiligen (weil nicht spannenden) Halbfnal-Serie wird… Das vielleicht entscheidende fünfte Spiel findet in jedem Fall morgen in South Beach statt.

49 Punkte in Spiel vier: LeBron führte Miami zum Sieg.

49 Punkte in Spiel vier: LeBron führte Miami zum Auswärtssieg.

WESTERN CONFERENCE

#1 San Antonio Spurs vs. #5 Portland Trail Blazers (Serie: 3:1)
Game 4: 92:103

Die Portland Trail Blazers haben sich noch nicht aufgegeben und gewannen gestern Abend verdient mit 103:92 im heimischen Moda-Center. Die Serie steht also „nur‟ noch 3:1 aus Sicht der Spurs. Vor allem Damian Lillard zeigte eine starke Partie und gewann das Point-Guard-Matchup gegen Tony Parker erstmals in dieser Serie: Mit 25 Punkten, vier Boards und fünf Vorlagen stellte er die 15 Zähler und einen mageren Assist seines Kontrahenten deutlich in den Schatten. Bei den Spurs lief nicht viel zusammen, eklatant war vor allem die Vorstellung von der Dreierlinie (3-18 bedeuten unterirdische 16,7 %!) sowie von der Freiwurflinie (11-19, 57,9 %). Das Team von Terry Stotts hingegen zeigte eine klasse Partie, in der Akteure wie Nicolas Batum (14 Punkte, 14 Rebounds, acht Assists) oder Will Barton (17 Zähler, sechs Rebounds) überragende Leistungen ablieferten. Gerade Reservist Barton zeigte, dass die Bank Portlands doch Potenzial besitzt, nachdem die Trail Blazers vor allem in den ersten beiden Spielen gnadenlos von San Antonios Reservisten ausgescort wurden. Was ist jetzt noch möglich für LaMarcus Aldridge, Damian Lillard und Co.? Die Serie geht zurück nach San Antonio, wo morgen das fünfte Spiel stattfinden wird. Kann es das Team aus Oregon nochmal spannend machen?

Text: Gregor Haag