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BASKET

San Antonio steht im Conference Finale

Waren die San Antonio Spurs noch am Rande eines Scheiterns in der ersten Playoff-Runde, sind sie nun umso klarer ins Western-Conference-Finale eingezogen. Und das zum dritten Mal hintereinander! Die Dominanz dieser Franchise lässt einfach nicht nach. Auch im dreizehnten Jahr der Parker/Duncan/Ginobili-Ära ist dieses Team immer noch eines der drei besten der NBA.
Gegen die Portland Trail Blazers entschied die Mannschaft von „Coach of the Year‟ Gregg Popovich die Serie im fünften Spiel mit einer Überlegenheit, die beeindruckt. Denn wieder einmal waren es nicht die Stars der Spurs, die dieses Spiel gewannen. Kein Tony Parker, kein Tim Duncan und kein Manu Ginobili standen im Mittelpunkt. Nein, Kawhi Leonard und Danny Green waren hauptverantwortlich für den gestrigen Sieg.

Kawhi Leonard führte San Antonio ins Conference-Halbfinale des Westens.

Kawhi Leonard führte San Antonio ins Conference-Halbfinale des Westens.

Leonard spielte einfach nur sensationell: 22 Punkte, sieben Rebounds, fünf Steals und eine Wurquote von 60 Prozent aus dem Feld besiegelten das Ende der Blazers. Hinzu kamen ebenfalls überragende 22 Zähler, neun Boards und eine 69,2 %-Quote (vier von sechs 3er) aus dem Feld von Shooter Danny Green. Da Tony Parker nach zehn Minuten wegen einer Verletzung das Spielfeld verlassen muss und nicht zurückkehrt, klafft auf der Aufbau-Position plötzlich eine Lücke. Andere Teams wären an dieser Stelle aufgeschmissen. Nicht so San Antonio: Backup-Einser Patty Mills springt – wie schon so oft in dieser Saison – ein und schenkt Portland mal eben 18 Zähler ein. Das Duell der Reservisten geht wieder mit 40:8 an die Texaner. Pure Dominanz!
Da reichen auch die aufopferungsvollen 21 Punkte und zehn Rebounds von LaMarcus Aldridge sowie Damian Lillards Double-Double (17 Zähler, zehn Assists) nicht aus. Die Portland Trail Blazers müssen sich trotz der in dieser Saison wirklich starken Leistungen einfach eingestehen, dass sie der Klasse der San Antonio Spurs (noch) nicht gewachsen sind. Dabei enttäuschte das Team von Terry Stotts gestern vor allem auch von „Downtown‟: Nur ärmliche fünf von 19 Würfen finden ihr Ziel (26,3 %), die Spurs dagegen verwandelten 42,9 Prozent ihrer Dreier (9-21).
Für „Timmy D‟ und Co. heißt es jetzt: abwarten. Denn ihr Gegner in den Conference-Finals entscheidet sich erst noch – eventuell heute Abend, wenn OKC in Los Angeles spielt und die Serie für sich entscheiden kann.

 Text: Gregor Haag